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Chirurgie der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen

Fragen zur Schilddrüsen- und der Nebenschilddrüsenchirurgie

Welche Operationen werden bei uns an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen durchgeführt ?

An der Chirurgischen Klinik Campus Charité Mitte | Campus Virchow-Klinikum werden alle Arten von Erkrankungen der Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere operativ behandelt. Wir führen sämtliche endokrinen chirurgischen Operationen in hoher Zahl durch. Schwerpunkte sind u.a.:

  • Schilddrüsenknoten/Struma nodosa
  • Schilddrüsenkrebs
  • Basedow-Erkrankung/Hyperthyreose
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüsen: Primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus, MEN-1 (multiple endokrine Neoplasie, Typ 1)

Erkrankungen der Nebennieren: Conn-Syndrom/Hyperaldosteronismus, Cushing-Syndrom/Hypercortisolismus, Phäochromozytom, gut- und bösartige Nebennierentumore

Unsere Spezialgebiete - wo sind wir führend ?

  • Nebenschilddrüsen-Erkrankungen
  • Nebennieren-Tumoren

Wie behandeln wir Erkrankungen von Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren ?

In der Chirurgischen Klinik Campus Charité Mitte | Campus Virchow-Klinikum kommen alle international anerkannten chirurgischen Verfahren auf Basis aktueller Standards und Behandlungsleitlinien zum Einsatz. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, die Lebensqualität der Patienten zu erhalten oder möglichst zu verbessern. Insbesondere Patienten mit bösartigen Tumoren erhalten immer eine Empfehlung durch die interdisziplinäre Tumorkonferenz für die weitere Behandlung.

Schilddrüsen-Resektion

Die operative Entfernung oder Verkleinerung der Schilddrüse gehört zu den fünf häufigsten Operationen in Deutschland. Typische Erkrankungen sind die Struma nodosa mit „kalten, oder warmen“ Knoten, die Hyperthyreose, besonders beim Morbus Basedow, aber auch die Karzinome der Schilddrüse. Wir führen etwa 200 Schilddrüsenoperationen im Jahr durch. Die Resektion ermöglicht in der Regel wieder ein beschwerdefreies Leben, allerdings sind eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und meist die lebenslange Einnahme von Hormonpräparaten erforderlich. Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Operationen führen wir standardmäßig unter Neuromonitoring durch, d.h. dass während der gesamten Operation die Funktion des Stimmbandnervens überprüft wird. So kann die gefürchtete Komplikation einer Verletzung dieses Nervs weitestgehend vermieden werden. Außerdem können wir bereits während der Operation durch eine Schnellschnitt-Untersuchung abklären, ob eine bösartige Veränderung der Schilddrüse vorliegt. Ist dies der Fall, wird noch in derselben Operation die Schilddrüse komplett entfernt. Dies erspart den Patienten häufig einen zweiten Eingriff. Ansonsten versuchen wir, so viel gesundes Schilddrüsengewebe zu belassen wie möglich und orientieren und dabei an den aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien. Alle Eingriffe werden in unserer Klinik nur von endokrin erfahrenen Chirurgen durchgeführt.

Nebenschilddrüsen-Resektion

Diese Operation erfordert spezielle Kenntnisse über die Anatomie und Beschaffenheit der Nebenschilddrüsen, da diese auch eine untypische Lage haben können, z.B. im Brustraum, innerhalb der Schilddrüse oder im Bereich der Halsschlagader. Außerdem muss je nach Erkrankung (Primärer oder Sekundärer Hyperparathyreoidismus) unterschiedlich vorgegangen werden, insbesondere beim Vorliegen familiärer Erkrankungen. Diese Patient:innen werden in enger Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen der Endokrinologie betreut. Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung bei allen Varianten der Nebenschilddrüsen-Resektion und führen etwa 70 Nebenschilddrüsen-Resektionen durch. Wenn immer möglich, wird bei primärem Hyperparathyreoidismus ein fokussierter Zugang gewählt. Nach der Operation ist in der Regel zügig wieder ein beschwerdefreies Leben möglich, jedoch sind regelmäßige ärztliche Kontrolle und Medikamenteneinnahme zumindest vorübergehend erforderlich.

Nebennieren-Resektion

Wir führen pro Jahr über 60 Eingriffe an den Nebennieren durch. Bei den in der Regel gutartigen Tumoren kann oft eine Teilentfernung der Nebenniere (partielle Adrenalektomie) durchgeführt werden. In über 80 Prozent der Fälle können diese Eingriffe minimal-invasiv per Schlüsselloch-Technik erfolgen. Auch die robotisch-assistierte Adrenalektomie wird z.T. eingesetzt. Bei stark hormonaktiven Nebennierentumoren (Phäochromozytom, Hypercortisolismus/adrenales Cushing-Syndrom, Hyperaldosteronismus) werden die Patient:innen in Kooperation mit den Kolleg:innen der Endokrinologe vorbereitet und auch nachgesorgt.

Insbesondere Patient:innen mit Nebennierenkarzinome, also bösartigen Tumoren der Nebenniere, bedürfen einer guten postoperativen Nachsorge, die wir in der Charité über die Klinik für Endokrinologie anbieten können. Für diese Patienten werden im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz die adäquaten Therapien diskutiert, ggfs. mit Einschluss in passende Therapiestudien.

Fast alle Patient:innen können bereits am Operationstag wieder auf der Normalstation betreut und nach wenigen Tagen entlassen werden. Wird nur eine Nebenniere entfernt, kann die andere deren Funktion meist problemlos mitübernehmen. Müssen beide Nebennieren entfernt werden, ist die dauerhafte Einnahme von Medikamenten erforderlich.

Vor- und nach der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen Operation

Vor der Operation

Von Anfang an beziehen wir standardmäßig Kollegen weiterer Fachrichtungen ein, die für Ihr individuelles Krankheitsbild von Bedeutung sind. Mit diesen diskutieren wir die optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten und erstellen einen persönlichen Behandlungsplan. Dabei spielt die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität eine ebenso große Rolle wie die effektive Behandlung der Erkrankung. Ist eine Operation erforderlich, erhalten Sie zeitnah einen OP-Termin und werden in der Regel einen Tag vorher stationär aufgenommen. Sie werden dann nochmals untersucht, die Blutwerte werden kontrolliert und aktuelle Röntgenbilder angefertigt. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch informiert Ihr Arzt Sie über die geplante Operation, die Narkose und die Weiterbehandlung. Hier haben Sie auch Gelegenheit, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern.

Weiterbetreuung nach der Operation

Je nach Ausmaß der Operation schließt sich in der Regel ein stationärer Aufenthalt von 2-3 Tagen an. Die Patienten werden auf einer unserer chirurgischen Normalstation überwacht, meist können sie sich schon am Tag der Operation auf der Station frei bewegen und werden dort von Ärzten und Pflegern weiterbetreut, z.B. durch tägliche klinische Visiten, Blutwert- und Röntgen-Nachuntersuchungen. Im Falle einer Krebserkrankung stehen auf Wunsch speziell ausgebildete Psychologen für Gespräche zur Verfügung.

Mögliche Komplikationen nach der Operation

In seltenen Fällen kommt es nach einer Operation zu Komplikationen wie einer Wundheilungsstörung oder einem Austritt von Sekret aus dem operierten Organ, wodurch sich der Krankenhausaufenthalt verlängern kann. Als universitäres Spitzenzentrum gewährleisten wir auch bei komplizierten Behandlungsverläufen das gesamte fächerübergreifende Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.

Ambulante Weiterbehandlung

Vor der Entlassung aus unserer Klinik sprechen wir eine eventuell erforderliche ambulante Weiterbehandlung mit Ihnen und Ihrem Haus- oder Facharzt ab und geben Behandlungsempfehlungen. Unsere chirurgischen Ambulanzen an beiden Klinik-Standorten bieten ebenfalls Weiterbehandlung und regelmäßige Kontrolle. Dort sind alle modernen Diagnosemethoden (z.B. CT, MRT) direkt vor Ort vorhanden; außerdem stehen im Falle von Rückfragen unsere operierenden Ärzte jederzeit zur Verfügung.

 

Über unsere Klinik

Die operative Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen und der Nebennieren bildet das Behandlungsgebiet der Endokrinen Chirurgie. Die Chirurgische Klinik Campus Charité Mitte | Campus Virchow-Klinikum beherrscht das gesamte Spektrum dieses Gebiets auf internationalem Spitzenniveau und ist das einzige Referenzzentrum für Endokrine Chirurgie der DGAV (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie) in Berlin (Re-Zertifizierung beantragt, Stand 08/2021). Wir bieten Diagnostik, Therapie, Weiterbehandlung und Nachsorge aus einer Hand und arbeiten hierfür eng mit Spezialisten aus anderen Fachdisziplinen der Charité, insbesondere der Klinik für Endokrinologie, zusammen. Wir beteiligen uns an nationalen und internationalen Forschungsprojekten und Studien und können innovative Behandlungsmethoden auf Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse einsetzen.

Unsere Qualität

  • Die Komplikationsraten in unserer Klinik (z.B. Verletzung des Stimmbandnervs während einer Schilddrüsen-Operation) sind deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt und unterliegen der ständigen Qualitätssicherung.
  • Bei über 95 Prozent unserer Patienten mit Schilddrüsenkrebs können wir den Krebs restlos beseitigen, u.a. weil wir nach der Operation eine Radiojod-Therapie durchführen, um das onkologische Ergebnis gemäß der Leitlinienzu verbessern.
  • Alle Patient:innen mit bösartigen endokrinen Erkrankungen werden in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen.

Zertifizierung

Bild: DGAV, Referenzzentrum für Endokrine Chirurgie

Referenzzentrum Endokrine Chirurgie

Mehr Informationen

 
 

Ihre Ärzte

Bild: Prof. Dr. med. Johann Pratschke
Prof. Dr. med.
J. Pratschke
Bild: PD Dr. med. M. Mogl
PD Dr. med.
M. Mogl  
Bild: Prof. Dr. med. P. Goretzki
Prof. Dr. med.
P. Goretzki

Fellows

Bild: PD Dr. med. Eva Maria Dobrindt
PD Dr. med.
E.M. Dobrindt
Bild: Dr. med. Dukaczewska, Agata
Dr. med.
A.K. Dukaczewska

Sprechstunden und Kontakt

Anmeldung

Zu unserer Sprechstunde können Sie sich per Telefon, Fax oder E-Mail anmelden.

Wenn Sie zum ersten Mal in unserer Sprechstunde sind, untersucht Sie zunächst eine/r unserer Fach-, oder Oberärzt:innen, die sich auf die Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen und der Nebennieren spezialisiert haben.

Ihre bisherige Krankengeschichte wird erfasst und wir besprechen mit Ihnen die notwendigen weiteren Untersuchungen, die möglichen Behandlungsmaßnahmen und wie zeitnah diese durchgeführt werden müssen. Bei den meisten Erkrankungen kann die geeignete Therapie bereits bei Ihrem ersten Besuch festgelegt und entsprechende Termine geplant werden.

Manchmal ist es allerdings erforderlich, Ihre Befunde in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz zu begutachten und zu diskutieren. So können wir Ihnen eine fächerübergreifend abgestimmte Behandlung Ihrer Erkrankung garantieren.

Wir haben den Anspruch, dass zwischen Ihrem Erstkontakt und der endgültigen Entscheidung über die geeignete Therapie in der Regel nicht mehr als 1 Woche liegt.

Bitte Bringen Sie zur Sprechstunde mit:

Unterlagen und Befunde bereits durchgeführter Untersuchungen (z.B. beim Hausarzt oder Facharzt), insbesondere Röntgen-, CT-, und MRT-Bilder, sollten Sie idealerweise auf CD mitbringen.

Sie können uns diese bereits vor der Sprechstunde zuschicken, um Zeit und Wege zu sparen, und erhalten sie selbstverständlich von uns zurück, nachdem wir sie in unser System eingespielt haben. Falls noch weitere Untersuchungen erforderlich sind, können wir diese auch direkt in unserer Klinik durchführen.