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Gutartige Erkrankungen der Lunge

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Brustkorb und Lunge

Gutartige Erkrankungen der Lunge

Pneumothorax

Ein Pneumothorax ist definiert als Luftansammlung im Pleuraspalt, welche einen Kollaps der Lunge zur Folge haben kann. Eine häufige Ursache ist eine Lungenfistel auf Basis einer blasigen Lungengewebsveränderung (Bulla). Dadurch ist die Atmung deutlich beeinträchtigt. Häufig sind junge Männer (18-30 Jahre) betroffen. Rauchen ist in 12 % der Fälle ursächlich.

Wie macht sich der Pneumothorax bemerkbar:

  • plötzliche Atemnot
  • Hustenanfall
  • Brustschmerzen

 
Bei solchen Symptomen ist eine umgehende Vorstellung in der Rettungsstelle notwendig. Hier wird in aller Regel ein Röntgenbild des Brustkorbes angefertigt. Bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose wird eine Thoraxdrainage gelegt und die stationäre Aufnahme eingeleitet. In der Regel wird bei einem Erstereignis eine konservative Therapie eingeleitet. Besteht weiterhin eine Lungenfistel, dann wird auch bei einem Erstereignis eine Operation empfohlen. Wenn ein Pneumothorax zum wiederholten Mal auftritt wird ebenfalls eine operative Therapie empfohlen.

Zur Operationstechnik wird bei uns das minimal-invasive Verfahren (Uniportale VATS) angewendet. Dabei wird die gesamte Operation über einen einzigen sehr kleinen Schnitt durchgeführt. Die operative Strategie beinhaltet die Pleurektomie (Entfernung des Rippenfells) und ggf. Lungenspitzenresektion.

Die postoperative Betreuung erfolgt über unsere Thoraxsprechstunde.

Entzündliche Erkrankungen der Lunge (Empyem)

Das Pleuraempyem ist eine Eiteransammlung in der Pleurahöhle. Meistens ist eine länger bestehende bakterielle Entzündung der Lunge die Ursache. Aber auch systemische Erkrankungen aus dem rheumatoiden Formenkreis sowie Stoffwechselerkrankungen und vorrangegangene Operationen am Brustkorb können zu einem Pleuraempyem führen. Die Diagnose wird durch eine Computertomographie sowie eine Probengewinnung durch Punktion gestellt.

Die Therapie basiert auf einem konservativen (Antibiotikatherapie, Thoraxdrainage, ggs. Fibrinolyse) und einen operativen Teil (Dekortikation). Die Entscheidung zur operativen Versorgung (Konventionell oder minimal-invasiv) wird unter Berücksichtigung der Ursache des Empyems, dem Empyemstadium und des Zustandes des Patienten getroffen.