Bild: OP-Szene Arzt

Diagnostik

Sie befinden sich hier:

Erkrankungen des Dickdarmes und des Mastdarmes

Therapie
Vorstellung als Patient

Diagnostik

Dickdarmtumore bleiben lange symptomlos. Wechselnde Stuhlbeschwerden (progrediente Obstipation mit gelegentlichen Durchfällen) mit Blut- und Schleimabgang neben Allgemeinsymptomen wie Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit und Müdigkeit können Anzeichen eines Darmtumors sein, und sollten vor allem beim über 40 Jahre alten Patienten mit Verdacht auf Darmkrebs abgeklärt werden.

Fast alle Darmkrebserkrankungen entstehen meist aus gutartigen Vorläufertumoren, sog. adenomatösen Polypen. Die Wahrscheinlichkeit zur Entartung hängt von der Polypengröße und dem histologischen Typ ab. Daher sind Früherkennungsuntersuchungen wie die Darmspiegelung (Koloskopie) und der Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Hämokkult Test), die beide ab 55 bzw. 50 Jahren von den Krankenkassen übernommen werden, so wichtig, um Vorläuferformen des Darmkrebses in den meisten Fällen ohne Operation nur über eine Darmspiegelung entfernen zu können.

Die übliche kolorektale Abklärung umfasst neben Standarduntersuchungen vor allem die kardiopulmonale Einschätzung des operativen Risikos. Dabei kommt der endoskopischen Diagnostik die größte Bedeutung zu. Die Koloskopie kann neben der exakten Lokalisation des Befundes mittels Biopsie zur Diagnosesicherung und Indikationsstellung entscheidend beitragen. Bei Verdacht auf bösartige Erkrankungen werden zum Tumorstaging eine sonographische Untersuchung des Abdomens sowie in begründeten Fällen eine Computertomographie des Abdomens und des Thorax durchgeführt. Zusätzlich wird beim gesicherten Rektumkarzinom eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Beckens zur lokalen Tumorausbreitung durchgeführt. Ein transrektaler Ultraschall (Endosonographie) ist v.a. zur Bestimmung der Eindringtiefe bei frühen Tumorstadien des Mastdarmkrebses geeignet. Tumormarker-Bestimmungen (CEA) sind obligat nach chirurgischer Therapie zur Verlaufskontrolle und zur frühzeitigen Erfassung von Tumorrezidiven. Präoperativ erhöhte CEA-Werte normalisieren sich nach kurativer Operation.

Eine gute präoperative Diagnostik und Darmvorbereitung erlaubt zumeist eine Dick- oder Mastdarmresektion mit direkter Passagewiederherstellung. Die Entscheidung über die Art der Therapie hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer histologischen Sicherung. Zur Festlegung der Therapie wird jeder Fall in unserer wöchentlich tagenden interdisziplinären Darmtumorkonferenz besprochen.