Bild: OP-Szene

Leistenhernie

Bei der Therapie der Leistenhrenie werden Verfahren mit und ohne Netzverstärkung sowie laparoendoskopische (minimal invasive) und konventionelle Verfahren unterschieden.

Sie befinden sich hier:

Therapie der Leistenhernie

Bei allen Therapieverfahren wird die Hinterwand der Leistenregion verstärkt. Laut aktueller Studienlage sind Netzverfahren aufgrund einer geringeren Rezidivrate den alleinigen Nahttechniken zu bevorzugen. An unserer Klinik favorisieren wir die Minimal invasive Techniken.

Shouldice - Technik

Bei der Shouldice Operation handelt es sich um ein offenes netzfreies Verfahren, das nach dem Erstbeschreiber E.E. Shouldice (1953) benannt wurde. Das Prinzip dieser Technik basiert auf einer vierfachen Verstärkung der Leistenkanal Hinterwand mit einer nichtresorbierbaren Naht. Hauptindikation dieses Verfahrens sind kleine, indirekte Leistenbrüche und der Wunsch des Patienten nach einer netzfreien Methode. Nachteil der Methode ist das höhere Rezidiv Risiko im Vergleich zu den Verfahren mit Verwendung eines Netzes.

Lichtenstein - Technik

I. Lichtenstein publizierte 1964 erstmalig dieses Operationsverfahren, bei dem die Leistenregion durch ein Netz verstärkt wird. In Deutschland stellt die Lichtenstein Operation das am häufigsten durchgeführte Verfahren in der offenen Leistenhernienchirugie dar. Hierbei wird nach Versorgung des Bruchsacks ein leichtgewichtiges Netz auf den Muskulus obliquus internus gelegt und mit einer Naht am Leistenband sowie mit mehreren Nähten auf dem Muskel fixiert.