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Bösartige Erkrankungen der Lunge

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Lunge und Brustkorb

Bösartige Erkrankungen der Lunge

Lungenkarzinom

Das Lungenkarzinom ist bei Männern die häufigste bösartige Erkrankung und stellt die zweithäufigste malignombedingte Todesursache dar. In 80% der Fälle ist Rauchen als ursächlich anzusehen. Ca. 80% der Lungenkarzinome sind nichtkleinzellige Lungenkarzinome. Bei knapp 2/3 der Patienten liegt bereits bei Erstdiagnose ein fortgeschrittenes Stadium vor. Für die Patienten, bei denen ein operatives Vorgehen in Frage kommt, gibt es die Möglichkeit der konventionellen Chirurgie, aber zunehmend stehen auch minimal-invasive Verfahren zur Verfügung.

In unserer Klinik verfolgen wir zur bestmöglichen Nutzung aller diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten das Konzept des multidisziplinären Behandlungskonzeptes. In dieses Konzept fliesen die Erfahrungen aus der Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie ein. Diesbezüglich werden die Patientenfälle in der interdisziplinären Lungentumorkonferenz mit den Fachvertretern der entsprechenden Kliniken und Institute besprochen und das Therapiekonzept individuell, entsprechend der internationalen Leitlinien, festgelegt. Wichtig ist uns dabei, die zuweisenden Kollegen in das Behandlungskonzept einzubinden und die, wenn realisierbar, heimatnahe Vor- und Nachbehandlung zu ermöglichen.

Präoperativ sind folgende Diagnostik und Staginguntersuchungen beim Lungenkarzinom notwendig:

  • Laboruntersuchung
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Bronchoskopie mit EBUS
  • Computertomographie der Lunge mit Kontrastmittel
  • MRT des Schädels
  • Sonographie des Bauches
  • Knochenszintigraphie
  • PET-CT (nach histologischer Sicherung)

 
Die operative Therapie des Lungenkarzinoms besteht aus der Resektion des jeweiligen Lungenlappens mit Entfernung der relevanten Lymphknotenstationen. Je nach Lokalisation des Tumors kann es notwendig werden, die Operation zu erweitern und Teile des benachbarten Lappens zu entfernen oder eine Ausweitung der Resektion auf den linken oder rechten Luftröhrenhauptast. Bei Patienten, die über eine nur sehr eingeschränkte Lungenfunktion verfügen, kann es sinnvoll sein, nur einen Teil des Lungelappens zu entfernen (Segmentresektion).

Zur Operationstechnik werden bei uns folgende Methoden angeboten:

  • konventionelle, offene Verfahren (Thorakotomie)
  • minimal-invasive Verfahren (Uniportale VATS)

Lungenmetastasen

Die Lunge ist ein Ort, an dem Absiedlungen von Tumoren aus anderen Organen häufig vorkommen können. Die Mehrzahl dieser Rundherde liegen peripher und sind symptomarm. Eine Luftröhrenhauptastbeteiligung ist selten und kann zu Husten mit Blutbeimengungen führen.
In unserer Klinik verfolgen wir zur bestmöglichen Nutzung aller diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten das Konzept des multidisziplinären Behandlungskonzeptes. Diesbezüglich werden die Patientenfälle in einer interdisziplinären Tumorkonferenz mit den Fachvertretern der entsprechenden Kliniken und Institute besprochen und das Therapiekonzept individuell, entsprechend der internationalen Leitlinien, festgelegt. Wichtig ist uns dabei, die zuweisenden Kollegen in das Behandlungskonzept einzubinden und die, wenn realisierbar, heimatnahe Vor- und Nachbehandlung zu ermöglichen.

Präoperativ sind folgende Diagnostik und Staginguntersuchungen bei Lungenmetastasen notwendig:

  • Laboruntersuchung
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Computertomographie der Lunge mit Kontrastmittel

 
Die thoraxchirurgische Therapie der Lungenmetastasen hängt von folgenden prognostischen Faktoren ab: 

  • Anzahl und Lokalisation der Lungenmetastasen
  • Art des Ursprungstumors
  • Allgemeinzustand des Patienten

 
Bei peripheren Lungenmetastasen wird in der Regel die atypische Lungenresektion durchgeführt. Abhängig von Lokalisation und Größe der Metastase kann die Operation bis zur Segmentresektion oder Lobektomie erweitert werden.

Zur Operationstechnik werden bei uns folgende Methoden angeboten:

  • konventionelle, offene Verfahren (Thorakotomie)
  • minimal-invasive Verfahren (Uniportale VATS)