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Erkrankungen der Pleura

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Lunge und Brustkorb

Erkrankungen der Pleura

Mesotheliom

Das Mesotheliom ist eine bösartige Neubildung der Pleura, wobei die Assoziation mit Asbest nachgewiesen ist. Im Frühstadium ist es meistens asymptomatisch. Die Therapiemöglichkeiten sind von der Ausbreitung des Tumors abhängig. Es gibt unterschiedliche Therapiemodelle, die die konservativen (Chemotherapie, Strahlentherapie und Talkumpleurodes) und operative (komplette Tumorentfernung, Tumordebulking und HITOC) Aspekte beinhalten.

Mit dem HITOC-Verfahren bietet unsere Klinik auch im Fall einer Pleurakarzinose eine Therapieoption an. Hierbei wird am Ende der Operation der Brustkorb mit einer warmen Chemotherapielösung gespült.

Bösartiger Pleuraerguß

Bösartige Tumorerkrankungen, die die Lunge selbst oder die Lungenhaut betreffen oder die in enger Nachbarschaft zum Pleuraraum liegen, können einen vermehrte Wasseransammlung in der Lungenhöhle zu Folge haben. Mit zunehmender Ergußmenge wird die Atmung vermehrt eingeschränkt. Eine Punktion oder eine Drainage bieten als Erstmaßnahme eine sofortige Ergußentlastung und damit eine Verbesserung der Atmung. Durch Gewinnung von Ergußmaterial kann die Charakteristik des Ergusses festgestellt werden. Eine einmalige Entlastung ist nicht therapeutisch, da diese Ergüsse meistens erneut auftreten. Es bestehen zwei standardisierte Therapien. Einerseits die Anlage einer dauerhaften Drainage (PleurX-Drainage). Die andere Möglichkeit ist die Verklebung (Pleurodese) der Lunge mit der inneren Auskleidung des Pleuraraumes. Beide Optionen sind eine sinnvolle und Lebensqualität verbessernde Maßnahme. Für welchen Patienten welches Verfahren geeignet ist, muss individuell besprochen werden.