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Behandlung

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Wie behandeln wir Erkrankungen von Magen und Speiseröhre?

In der Chirurgischen Klinik Campus Charité Mitte / Campus Virchow-Klinikum der Charité kommen alle international anerkannten chirurgischen Verfahren auf Basis aktueller Standards und Behandlungsleitlinien zum Einsatz. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, die Lebensqualität der Patienten zu erhalten oder möglichst zu verbessern.

Minimal-invasive Entfernung des Magens oder einzelner Teile (Gastrektomie)

Bei großen Tumoren ist in der Regel die komplette Entfernung des Magens erforderlich. Selbst dieser umfangreiche Eingriff ist inzwischen minimal-invasiv möglich, sodass nur noch kleine Schnitte erforderlich sind, durch die eine hochauflösende Kamera und winzige Spezialinstrumente an einem dünnen Draht eingeführt werden. Der entfernte Magen wird durch eine Dünndarmschlinge ersetzt, die direkt an die Speiseröhre angenäht wird. Bei bestimmten kleineren Tumoren genügt auch eine Teilentfernung, bei der etwa ein Viertel des Magens erhalten bleibt. Unter Beachtung bestimmter Ernährungsregeln und mit Hilfe von Medikamenten lässt sich auch nach einer Magenentfernung wieder eine gute Lebensqualität erreichen.

Minimal-invasive Entfernung der Speiseröhre

Bei Speiseröhrenkrebs und bösartigen Tumoren im Übergangsbereich zwischen Speiseröhre und Magen sind die Operationsverfahren vielgestaltig und hängen von der Lage und Größe des Tumors ab. Sie reichen von der Entfernung des Übergangsbereichs bis hin zur kompletten Entfernung von Speiseröhre und Magen. Nahezu alle Operationen werden in minimal-invasiver Schlüsselloch-Technik durchgeführt, zum Teil mit Roboter-Unterstützung. Als Speiseröhren-Ersatz kann zumeist aus dem Magen ein Schlauch gebildet werden. Vor der Operation hat sich die Kombination von Chemotherapie und Bestrahlung bewährt, danach die Fortsetzung der medikamentösen Therapie.

Verschluss eines Zwerchfellbruchs

Die häufigste Ursache für chronisches Sodbrennen (Reflux-Erkrankung) ist ein Zwerchfellbruch (Hiatus-Hernie). Eine Operation kann hier zur dauerhaften Heilung führen. Dabei wird in minimal-invasiver Technik der Zwerchfellbruch verschlossen und in bestimmten Fällen ein zusätzliches Netz zur Verstärkung am Zwerchfell eingenäht. Nach durchschnittlich zwei Tagen können die Patienten das Krankenhaus bereits verlassen.