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Magen - Funktion und Erkrankungen

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Chirurgie von Magen und Speiseröhre

Funktion und Erkrankungen des Magens

Der Magen ist ein Hohlorgan und wesentlicher Bestandteil des Verdauungstraktes. Er ist ein flexibler Muskelsack, welcher im linken Oberbauch die Nahrung aus der Speiseröhre kommend aufnimmt und mit der Verdauung beginnt. Der Magen produziert Enzyme (Pepsin) zur Spaltung von Eiweiß und Salzsäure zur Abtötung von Keimen. Darüber hinaus wird vom Magen der sogenannte Intrinsic Faktor zur Aufnahme von Vitamin B12 ausgeschüttet.

Basierend auf der komplexen Funktion des Organs kann es zu unterschiedlichen Erkrankungsformen des Magens kommen. Diese werden generell in gutartig und bösartig unterteilt und lassen sich oftmals mittels chirurgischer Eingriffe behandeln.

Gutartige Erkrankungen des Magens:
 

  • Thoraxmagen (Hochrutschen von Magenanteilen in den Brustkorb)
  • Ulcus (Magengeschwür)
  • Magenpolypen

 
Als führende bösartige Erkrankung des Magens gilt der Magenkrebs (Magenkarzinom). Die Erkrankungsrate im Jahr 2012 liegt für Männer bei 15,6 auf 100.000 Einwohner und für Frauen bei 8,3 auf 100.000 Einwohner. Das mittlere Erkrankungsalter liegt mit 72 Jahren bei Männern und 75 Jahren bei Frauen verglichen mit anderen Krebserkrankungen hoch. Die Entstehung von Magenkrebs ist komplex und je nach Entstehungsort auf unterschiedliche Mechanismen zurück zu führen. Insbesondere bei bösartigen Tumoren im Bereich des Magenausganges (Antrum) besteht ein deutlicher Zusammenhang mit chronischen Infektionen durch das Bakterium Helicobacter pylori. Dagegen stehen Tumoren des Mageneinganges (Kardia) häufig im Zusammenhang mit langjährigem Sodbrennen (Reflux). Neben dem Magenkrebs existieren noch weitere bösartige Erkrankungen, welche jedoch weitaus seltener auftreten.

Bösartige Erkrankungen des Magens:
 

  • Magenkarzinom (Magenkrebs)
  • Gastrointestinaler Stromatumor (GIST)
  • Magenlymphom (Lymphdrüsenkrebs des Magens)
  • Neuroendokrine Tumoren