Bild: Chirurgische Klinik

Speiseröhre - Funktion und Erkrankungen

Sie befinden sich hier:

Chirurgie von Magen und Speiseröhre

Funktion und Erkrankungen der Speiseröhre

Die Speiseröhre (Oesophagus) ist ein langer, dünner Muskelschlauch, der die aufgenommene Nahrung vom Mund in den Magen transportiert. Dafür durchzieht sie den gesamten Brustkorb und tritt direkt unterhalb des Zwerchfells in den Magen ein. Für ihre Transportfunktion ist sie mit einer hochkomplexen Beweglichkeit ausgestattet, die von einer Vielzahl von Faktoren gesteuert wird. Zur Vermeidung des "Zurückfließens" von Mageninhalt (Sodbrennen/Reflux) in die Speiseröhre ist der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen mit einem komplexen Verschlusssystem ausgestattet. Die Erkrankungen der Speiseröhre umfassen ein breites Spektrum und lassen sich in gutartige und bösartige Veränderungen unterteilen.

Gutartige Erkrankungen der Speiseröhre:

  • Sodbrennen (Refluxoesophagitis)
  • Aussackungen der Speiseröhrenwand (Divertikel)
  • Bewegungsstörungen des Speiseröhrenwand (Motilitätsstörungen; z.B. Achalasie)
  • Gutartige Tumoren (z.B. Leiomyom)

 
Bei den bösartigen Erkrankungen der Speiseröhre werden im Wesentlichen die sogenannten Plattenepithelkarzinome und die Adenokarzinome unterschieden. Als Ursache für die Entstehung der selteneren Plattenepithelkarzinome (ca. 40%) gelten regelmäßiger Tabak- und Alkoholkonsum.  Bei den Adenokarzinom zählt die chonische Refluxerkrankung (Sodbrennen) zu den wesentlichen Risikofaktoren. Der sogenannte Barrett Oesophagus gilt als Vorstufe bei der Entstehung von Adenokarzinomen der Speiseröhre.

Bösartige Erkrankungen der Speiseröhre:

  • Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre
  • Adenokarzinom der Speiseröhre
  • Karzinome des gastrooesophagealen Überganges (AEG Tumoren)