Bild: Chirurgische Klinik

Speiseröhre - Therapie von Erkrankungen

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Wie erfolgt die Therapie bei Speiseröhrenkrebs?

Unser universitäres interdisziplinäres Therapiekonzept zur Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre umfasst alle international etablierten Behandlungsverfahren auf Basis der aktuell geltenden Therapiestandards und Behandlungsleitlinien. Bei Vorliegen eines Speiseröhrenkrebses ist die vollständige Entfernung des Tumors mit dem besten Langzeitüberleben verbunden. Bei größeren Tumoren ist zudem die Entfernung aller relevanten Lymphknoten notwendig um ein Wiederkehren des Tumors (Rezidiv) zu verhindern. In den letzten Jahren hat sich darüber hinaus eine multimodale Therapie zusammen mit den Strahlentherapeuten und Onkologen etabliert. Bei größeren Tumoren und bei Verdacht auf eine Lymphknotenbeteiligung erfolgt eine medikamentöse Vorbehandlung in Kombination mit einer Bestrahlung (neoadjuvante Therapie) gefolgt von der eigentlichen Operation. Anschließend wird in Abhängigkeit von den erhobenen Befunden eine erneute medikamentöse Therapie angeschlossen. Dies hat zu deutlich verbesserten Überlebensraten geführt.

Seit 2015 werden in unserer Klinik nahezu alle Patienten in minimal-invasiver  "Schlüssellochtechnik" operiert. Vorteile einer minimal-invasiven Operation gegenüber einer offenen Operation sind:

  • Schnellere Erholung nach der Operation
  • Weniger Schmerzen
  • Weniger Belastung des Immunsystems
  • Weniger Funktionseinschränkung postoperativ
  • Bessere Lungenfunktion
  • Weniger Wundkomplikationen
  • Weniger Narbenbrüche
  • Schnellere Rückkehr zu normaler Belastbarkeit nach dem Eingriff

 
Speziell bei Tumoroperationen ist eine schnellere Erholung bei multimodalen Therapien, bei denen nach einer erfolgreichen Operation noch eine weitere medikamentöse Behandlung (z.B. Chemotherapie) geplant ist, ein wichtiger Faktor um einen optimalen Therapieerfolg zu erreichen.