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Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüsen, Nebenschilddrüsen und Nebennieren

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Wie behandeln wir Erkrankungen von Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren?

In der Chirurgischen Klinik Campus Charité Mitte / Campus Virchow-Klinikum kommen alle international anerkannten chirurgischen Verfahren auf Basis aktueller Standards und Behandlungsleitlinien zum Einsatz. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, die Lebensqualität der Patienten zu erhalten oder möglichst zu verbessern. Insbesondere Patienten mit bösartigen Tumoren erhalten immer eine Empfehlung durch die interdisziplinäre Tumorkonferenz für die weitere Behandlung.

Schilddrüsen-Resektion

Die operative Entfernung oder Verkleinerung der Schilddrüse gehört zu den fünf häufigsten Operationen in Deutschland. Wir führen sie etwa 200 Mal im Jahr durch. Die Resektion ermöglicht in der Regel wieder ein beschwerdefreies Leben, allerdings sind eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und die lebenslange Einnahme von Hormonpräparaten erforderlich. Bei kleinen Knoten und geringer Größe der Schilddrüse kann minimal-invasiv per Schlüsselloch-Technik operiert werden, sodass keine sichtbare Narbe verbleibt. Aber auch in allen anderen Fällen vermeiden wir nach Möglichkeit größere Schnitte. Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Operationen führen wir standardmäßig unter Neuromonitoring durch, d.h. dass während der gesamten Operation die Funktion des Stimmbandnervs überprüft wird. So kann die gefürchtete Komplikation einer Verletzung dieses Nervs weitgehend vermieden werden. Außerdem können wir bereits während der Operation durch eine Schnellschnitt-Untersuchung abklären, ob eine bösartige Veränderung der Schilddrüse vorliegt. Ist dies der Fall, wird noch in derselben Operation die Schilddrüse komplett entfernt. Dies erspart den Patienten einen zweiten Eingriff. Ansonsten versuchen wir, so viel gesundes Schilddrüsengewebe zu belassen wie möglich. Alle Eingriffe werden in unserer Klinik nur von endokrin erfahrenen Chirurgen durchgeführt.

Nebenschilddrüsen-Resektion

Diese Operation erfordert spezielle Kenntnisse über die Anatomie und Beschaffenheit der Nebenschilddrüsen, da diese auch eine untypische Lage haben können, z.B. im Brustraum, innerhalb der Schilddrüse oder im Bereich der Halsschlagader. Außerdem muss je nach Erkrankung (Primärer oder Sekundärer Hyperparathyreoidismus) unterschiedlich vorgegangen werden. Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung bei allen Varianten der Nebenschilddrüsen-Resektion. Wenn immer möglich, wird bei primärem Hyperparathyreoidismus ein minimal-invasiver Zugang gewählt. Nach der Operation ist meist wieder ein beschwerdefreies Leben möglich, jedoch sind regelmäßige ärztliche Kontrolle und Medikamenteneinnahme erforderlich.

Nebennieren-Resektion

Wir führen pro Jahr über 40 Eingriffe an den Nebennieren durch. Die komplette oder Teil-Entfernung einer Nebenniere ist in 80 Prozent der Fälle minimal-invasiv per Schlüsselloch-Technik möglich, sodass ein offener Bauchschnitt vermieden wird. Fast alle Patienten können bereits am Operationstag wieder auf der Normalstation betreut und nach wenigen Tagen entlassen werden. Wird nur eine Nebenniere entfernt, kann die andere deren Funktion mit übernehmen. Müssen beide Nebennieren entfernt werden, ist die dauerhafte Einnahme von Medikamenten erforderlich.