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Indikation

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Referenzzentrum Endokrine Chirurgie

Nebenschilddrüse

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Indikation

Bei der Diagnose eines pHPT mit Hyperkalzämie, Hypophosphatämie und erhöhten PTH-Spiegeln besteht auch bei asymptomatischem Verlauf eine Operationsindikation.

Vor einer Operation werden mittels Sonographie des Halses und Nebenschilddrüsenszintigraphie die Nebenschilddrüsenadenome lokalisiert. Normalerweise existieren je zwei obere und untere Nebenschilddrüsen auf der linken und rechten Seite. Sehr selten finden sich weitere Drüsen an untypischen Stellen, z.B. im Brustraum.

Vor Rezidivoperationen (Wiederholungseingriffen) wird eine erweiterte Lokalisationsdiagnostik erforderlich. Hierfür kommen die Sesta-MIBI-Szintigraphie, MRT oder CT von Hals und oberem Mediastinum, die Bildfusion aus CT und Szintigraphie oder die selektive Katheterisierung der Halsvenen mit Bestimmung von PTH in Frage. In unserem Zentrum kommen alle diese Verfahren zur Anwendung, um schon vor der Operation möglichst genau die Lage der vergrößerten Nebenschilddrüsen bestimmen zu können.

Beim sHPT wird bei therapierefraktärer Hyperkalzämie nach erfolgloser konservativer Behandlung die Indikation zur Operation gestellt. Diese kann auch im Falle eines normal hohen Kalziums bei extraossären Verkalkungen, deutlicher Erhöhung des PTH, ausgeprägter Hyperphosphatämie oder fortgeschrittener renaler Knochenerkrankung gegeben sein. Selbst nach erfolgreicher Nierentransplantation muss bei etwa 15% der Patienten eine Parathyreoidektomie erfolgen.