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Spät-Komplikationen

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Transplantation

Komplikationen

Spät-Komplikationen

Rezidiv der Grunderkrankung

An primär biliärer Zirrhose (PBC) erkrankte Patienten erfahren gemäß größerer Studien mit Langzeit-Follow up nach LTx in ca. 9% ein Rezidiv, allerdings ohne Beeinflussung der Patientenüberlebensrate. Die Rezidivrate für Autoimmunhepatitis (AIH) wird im ersten Jahr auf 8%, im Langzeitverlauf auf 68% geschätzt. Auch ein Rezidiv der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) wird beschrieben, jedoch sind die Daten aufgrund der schwierigen Abgrenzbarkeit zur ITBL (Ischemic Type Biliary Lesion) und zur chronischen Abstoßung schwierig zu interpretieren. Gemäß einer europäischen Studie kommt es ohne Prophylaxe mit Anti-HBs-Immunglobulin zu einem Hepatitis B (HBV) Rezidiv in 75% innerhalb von ca. 3 Monaten nach LTx. Mit Prophylaxe kann dieses Risiko auf ca. 50% reduziert werden. Ca. 90-95% der Patienten mit LTx aufgrund einer Hepatitis C (HCV) induzierten Leberzirrhose erleiden einen Reinfekt mit nachweisbarar HCV-RNA Replikation. In ca. 50% ist eine Hepatitis des Transplantates nachweisbar. Die Inzidenz von de novo-HCV wird auf bis zu 5-35% geschätzt.

Ischemic type biliary lesion (ITBL)

Definitionsgemäß führen nicht-ischämische, nicht- immunologische Ursachen zu einer progredienten Destruktion des Gallenwegsystems. Charakteristischerweise kommt es zu Gallengangsnekrosen mit Cholestase, Lumeneinengungen und Unregelmäßigkeiten, Steinbildung, Sludgebildung, Gallelecks etc. Die Therapie besteht in endoskopischen Maßnahmen, Gallenwegschirurgie und gegebenfalls Retransplantation.