Bild: Chirurgische Klinik

Technik der Lebertransplantation

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Transplantation

Die Technik der Lebertransplantation

Grundsätzlich werden zwei Techniken zur Lebertransplantation unterschieden, die beide Vor- und Nachteile mit sich bringen, beiden gemeinsam ist, dass es sich um standardisierte Operationsverfahren mit einer sehr hohen Erfolgsrate handelt. Welche Methode angewendet wird, hängt vom Organ und vom Empfänger ab. Beide werden am Virchow-Klinikum der Charité durchgeführt.

Orthotope Lebertransplantation (OLTX)

Die klassische, orthotope Lebertransplantation (OLTX) lässt sich in folgende Schritte untergliedern:

  • Laparotomie
  • Vorbereitung zur Hepatektomie
  • ggf. Anlage eines venovenösen Bypasses
  • Hepatektomie
  • Ex situ-Präparation des Transplantates
  • Implantation mit Anastomose von

    - Vena cava inferior suprahepatisch
    - Vena cava inferior infrahepatisch
    - Pfortader
    - A. hepatica
    - Gallengang

Lebertransplantation in Piggy-Back Technik

Diese Technik ist besonders geeignet für Patienten mit bestehender Nierenerkrankung, als der Blutstrom aus den Nieren nicht unterbrochen wird. Weiters ist sie bei Lebendspenden und auch bei den kleineren Split-Lebern unabdingbar, da hier keine Vena cava mittransplantiert werden kann. Die Technik unterscheidet sich letztendlich darin,dass die Vena cava nur zur Hälfte ausgeklemmt wird und die Spenderhohlvene seit-zu seit oder end-zu-seit mit der Empfängerhohlvene verbunden wird.