Bild: Chirurgische Klinik

Nierentransplantation - Nachsorge

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Nachsorge

Aufgrund der höheren Immunogenität des Pankreastransplantats im Vergleich zur Leber oder Niere wird ein relativ starkes immunsuppressives Regime durchgeführt. Überwiegend durchgesetzt hat sich eine Quadruple-Immunsuppression bestehend aus Tacrolimus, Mycophenolat Mofetil, Prednisolon sowie initial einer Induktionstherapie mit Antikörperpräparaten.

Die Überwachung der Transplantatfunktion orientiert sich überwiegend an der Funktion der Transplantatniere. Bei Erhöhung der Retentionswerte und klinischem Verdacht auf Vorliegen einer akuten Abstoßung erfolgt die Punktion der Transplantatniere zur histologischen Diagnosesicherung. Laborchemische Untersuchungen bezüglich der Pankreasfunktion beinhalten die Bestimmung von Amylase und Lipase sowohl im Serum als auch im abgeleiteten peripankreatischen Sekret. Ein Anstieg dieser Parameter kann auf eine Transplantatpankreatitis oder eine Abstoßungsepisode hinweisen. Zur Beurteilung der endokrinen Pankreasleistung werden Blutglukosespiegel und C-Peptid-Serumspiegel herangezogen. Zur Überwachung der Perfusion der Transplantate dienen regelmäßige dopplersonographische Untersuchungen.

Nach der Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt die ambulante Betreuung durch eine enge Zusammenarbeit zwischen einweisendem Hausarzt sowie der Nephrologischen- und Chirurgischen Poliklinik. Wir empfehlen während der ersten 6 Monate eine wöchentliche Kontrolle von Laborparametern und der Transplantatfunktion. Bei stabiler Funktion der tranplantierten Organe können die Intervalle der Kontrolluntersuchungen in Absprache mit dem betreuenden Transplantationzentrum verlängert werden.