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Nierentransplantation - Technik

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Technik

Die zunehmende Anzahl von Transplantationen hat in den letzten Jahren gezeigt, dass kombinierte Pankreas-/Nierentransplantationen sicher und effizient durchgeführt werden können. Bei der kombinierten Transplantation werden ausschließlich Organe von Multiorganspendern verwendet. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle stellt die kombinierte Pankreas-/Nierentrasnplantatin das Standardverfahren dar. In selten Fällen kann nach erfolgreicher Nierentransplantation zu einem späteren Zeitpunkt eine alleinige Pankreastransplantation durchgeführt werden. Die aktuelle Datenlage unter Berücksichtigung einer Wartezeit von einem Jahr in der Bundesrepublik Deutschland demonstriert deutlich die Vorteile einer kombinierten Transplantation.

Als Zugangsverfahren zur kombinierten Pankreas-/Nierentransplantation wird im allgemeinen die mediane Laparotomie gewählt. Als Standardverfahren werden die venösen und arteriellen Gefäße des Pankreas an die rechtsseitigen Beingefäße angeschlossen. Die Ableitung der Pankreasenzyme erfolgt enteral in das terminale Ileum oder als Blasendrainge in die Harnblase.

Die Nierentransplantation erfolgt auf der kontralateralen Seite in vergleichbarer Technik. Die Implantation des Harnleiters erfolgt in die Harnblase.

Thrombosen stellen die häufigsten Komplikationen nach Pankreastransplantation dar. Für kombinierte Transplantationen ist eine Inzidenz von ca. 6-10% beschrieben. Die Inzidenz abdomineller Infektionen konnte während der letzten Jahre insbesondere durch eine verbesserte Immunsuppression und eine subtilere chirurgische Technik drastisch verbessert werden. Die postoperative Entzündung der Bauchspeicheldrüse im Sinne einer Transplantatpankreatitis stellt immer noch ein Problem dar, welches in ca. 10% der Fälle zum Organverlust nach Transplantation führt. Komplikationen nach Nierentransplantation sind selten und beeinflussen nur in 2-3% der Fälle die Nierenfunktion langfristig.